Training

Das Training von Rettungshunden erfordert sehr viel Zeitaufwand und auch viele Mühen durch die Hundeführer. Wir sind - vor allem in der Trümmersuche - auf spezielle Trainingsgelände und Abbruchhäuser angewiesen, die es leider nicht so oft gibt. Aber auch für das Training der Flächen- und Fährtensuche benötigt man verständnisvolle Grundeigentümer und Jagdpächter, die ihre Areale zur Verfügung stellen. Und da dies nicht so selbstverständlich ist, wie man eigentlich im Sinne der guten Sache annehmen sollte, sind bei der Anfahrt zum Training oft über 100 Kilometer zurück zu legen. Es ist also nicht so, dass man einfach einmal schnell zum nächsten Hundeplatz um die Ecke fahren braucht, und es muss daher jedes Training entsprechend effizient genutzt werden.

Um dies zu gewährleisten, darf die Gruppe nicht zu groß werden, und bei Neuaufnahmen achten wir neben der charakterlichen Eignung des Hundeführers auch sehr auf die kynologische Vorbildung von Hund und Hundeführer, wobei Teams, die bereits abgelegte Fährten- und/oder Schutzhundeprüfungen aufweisen können, am ehesten Chancen auf ein "Schnuppertraining" haben.

Um unsere bisher bewiesene Qualität zu bewahren, ist es gleich wichtig, die nötige Trainingszeit für jedes einzelne Team aufzubringen, wie auch den ständigen Überblick über den Leistungsstand und den resultierenden Trainingsbedarf jedes einzelnen Teams zu bewahren. Es ist uns wichtig, hier nicht den Mankos der großen, überregionalen Rettungshunde-Organisationen nachzueifern.
 

Um möglichst gute Einsatztauglichkeit zu erlangen, wird auf eine gediegene Ausbildung sowie regelmäßiges und intensives Training größter Wert gelegt. Dementsprechend werden insbesondere Trümmer-, Flächen- und Fährtensuche laufend trainiert. Aber auch die Bereiche Unterordnung (=Gehorsam) und Gewandtheit (=Geschicklichkeit) werden regelmäßig geübt:


Die einzelnen Trainingssparten:

a) Unterordnung: Die Gehorsamsarbeiten werden von den einzelnen Hundeführern in kleinen Sequenzen nahezu täglich geübt, mehrmals pro Woche gibt es ein gemeinsames Training im eigenen Ausbildungszentrum der Feuerwehr Rettungshunde Wien.

b) Gewandtheit: Für die Gewandtheit sind spezielle Geräte, wie Wippe, Fassbrücke, waagrechte Leiter oder Kriechgang erforderlich. Das Training erfolgt im Anschluss an die Unterordnung ebenfalls einmal wöchentlich.
 

c) Fährtensuche: Die Hundeführer trainieren hier mit ihren Hunden meist alleine oder zu zweit auf den Wiesen und Äckern in der Umgebung Wiens. Unsere Spezialisten verbinden hier das Rettungshunde-Training mit jenem, das sie für die Fährtenturniere im Hundesportbereich benötigen.

d) Flächensuche: Die Flächensuche wird auf mehreren Arealen in der näheren und weiteren Umgebung Wiens trainiert. Da die meisten Hunde sehr schnell das Prinzip der Suche verstanden haben, beschränkt sich das Training meist auf die gezielte Lenkbarkeit des Hundes (also, dass er sich in eine bestimmte Richtung schicken lässt und erst dann umkehrt, wenn es ihm befohlen wird) und auf einfache Verbellübungen.

e) Trümmersuche: Die wohl schwierigste Ausbildung liegt im Bereich der Trümmersuche. Zuerst ist es wichtig, dass die Hunde lernen,sich sicher, ohne jede Scheu, auf rutschigem, oft unangenehmem Untergrund, wie Schutthaufen, halben Hausmauern, schräghängenden Decken, zu bewegen. Auch Eisenteile und Glassplitter gehören zum "täglichen Brot" dieser Hunde. Wenn dies sitzt, ist es wichtig, dass die Hunde lernen, sich selbständig in Gebäuden zu bewegen, auch in enge und dunkle Räume zu kriechen. Oft ist es dem Hundeführer nicht möglich, seinem Hund auf dem Weg zu einem Opfer zu folgen - und es wäre fatal, wenn sich der Hund dann durch Enge, Dunkelheit oder zu großer räumlicher Entfernung vom Hundeführer irritieren ließe.

Illustrationen hinter den Flaggen!

Übungsleiterkurs 2006

Training I
Hier finden Sie Bilder vom Training mit unseren Rettungshunden

Internationales Training mit Partnern aus Japan und Korea
Prüfung in Österreich zur Vorbereitung auf die WM 2002

Internationales Training mit Partnern aus Korea und Frankreich
Prüfung in Österreich zur Vorbereitung auf die WM 2001

 

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